7 Tipps für das perfekte Foto

Fotos sind vielseitig einsetzbar, halten Erinnerungen in einem Fotobuch fest und verleihen der Einladungskarte, oder dem Kalender etwas Einzigartiges und Besonderes. 

Es ist ein Unterschied ob man seinen Kalender mit generischen Stockfotos aus dem Internet füllt, oder mit eigenen Fotografien von Orten an denen man selbst war, oder mit Momenten die man selbst miterlebt hat. Sie verleihen dem Druckprodukt etwas persönliches. 

Weihnachtskarten, Hochzeits- und Geburtstagseinladungen, aber auch Gruß-, Post – und Dankeskarten. Das alles sind Produkte bei denen Fotos sinnvoll und mit großer Wirkung Verwendung finden. 

Da ist es umso wichtiger, dass die Fotos die sie verwenden wollen qualitativ hochwertig gemacht sind. Das edelste Papier, der hochwertigste Einband sind verschwendet, wenn das Bild unscharf, verwackelt, oder gar verpixelt daherkommt. Das ist völlig klar. In diesem Punkt sind wir uns, wie wir denken, einig.

Wir möchten ihnen anhand von 7 Tipps zeigen, wie man aus seinen Fotografien das Beste rausholen kann.

1. Goldener Schnitt

In der Kunst ist der Goldene Schnitt das harmonischste Verhältnis zwischen zwei Strecken. So wenden sie ihn an: Teilen Sie das Bild der Länge und Breite nach in drei gleiche Teile. Platzieren Sie jetzt das wichtigste Motiv auf eine der Linien oder deren Schnittpunkte. Das Bild scheint angenehmer und spannender, als wenn das Hauptmotiv in der Mitte liegen würde. Die meisten Kameras bieten mittlerweile die Möglichkeit, das Gitternetz im Display einzublenden. Das vereinfacht die Sache noch weiter.

Je nach Foto kann es natürlich auch gut sein, dass ein Bild mehr Spannung ausstrahlt, wenn man das Motiv genau in die Mitte setzt. Vorallem bei geometrischen Mustern, oder Fluchten funktioniert das ganz gut.

2. Das richtige Format

Fotos werden von Digitalkameras standardmäßig im JPG-Format abgespeichert. Es komprimiert die Bilder, was die Dateigröße verringert und mehr Platz auf der Speicherkarte schafft. Der Haken: Je stärker ein Bild komprimiert wird, desto schlechter ist die Qualität. Für Standardfotos reicht JPG dennoch aus.

Wenn sie die Bilder später aber nachbearbeiten möchten, empfehlen wir den Einsatz des RAW-Formats. Dieses wird hauptsächlich von Spiegelreflexkameras unterstützt. Der Fotoapparat nimmt die Rohdaten des Bildsensors auf und speichert sie direkt ab. Die Kamera bereitet also die Daten nicht automatisch auf und komprimiert diese auch nicht. Damit gehen keine Informationen verloren. Erst auf dem Computer werden die Daten in ein Bild umgewandelt – und Sie können Einstellungen wie Schärfe, Farbton oder Kontrast manuell optimieren.

3. Beste Qualität

Mehr Speicherplatz für die beste Fotoqualität

Generell empfiehlt es sich immer, so viele Bildinformationen wie nur möglich abzuspeichern. Wählen Sie deshalb die höchste Auflösung. Das anschließende Verkleinern von Fotos am PC ist kein Problem. Weitaus schwieriger ist es, wenn Sie das Bild in einer zu kleinen Auflösung speichern und es später gerne größer gedruckt hätten, beispielsweise auf einem Plakat, oder für einen großformatigen Kalender. Dasselbe gilt für die Kompressionsstufen, die Kameras beim Speichern im JPG-Format anbieten (z.B. „Normal“, „Fein“ und „Superfein“). Investieren Sie besser ein paar Euros in eine neue Speicherkarte und wählen Sie dafür die höchste Auflösung und Qualitätsstufe. Das erspart ihnen Zeit und Nerven.

4. Auf der Seite des Lichts

Klingt simpel, macht aber viel aus und kann bei Nichtbeachtung durchaus mal das Foto versauen. Die Position des Lichteinfalls ist für gelungene Fotos besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass sich die Sonne (oder allgemein die im Moment der Aufnahme dominante Lichtquelle) in Ihrem Rücken befindet (auf eigenen Schatten achten). Gegenlicht führt dazu, dass die Kamera durch die starke Helligkeit die Belichtungszeit reduziert. Die fotografierten Gegenstände oder Objekte werden dadurch meistens zu dunkel dargestellt. Sollte sich Gegenlicht nicht vermeiden lassen, können sie versuchen den Blitz einzuschalten, damit Ihr Motiv auch von vorne beleuchtet wird. Kleiner Tipp: Am Morgen oder am früheren Abend gelingen im Freien meist die besten Fotos.

5. Lichtempfindlichkeit

Mit dem ISO-Wert legen Sie die Lichtempfindlichkeit der Kamera und damit die Körnigkeit der Fotos fest. Standardmäßig nutzen die meisten Fotoapparate einen Wert zwischen 50 und 100 ISO, Spiegelreflexkameras zum Teil sogar 200 ISO. Erhöhen Sie diesen Wert, wird das Foto körniger und die Bildqualität verringert sich. Im Gegenzug benötigt die Kamera weniger Einfallslicht, was das Risiko verschwommener Bilder minimiert. Besonders in dunklen Umgebungen wie an Konzerten ist eine hohe ISO-Zahl unabdingbar. Der maximale sinnvolle Wert variiert je nach Kamera stark. Während Spiegelreflexmodelle selbst bei 800 ISO noch gute Fotos erzielen, ist bei Kompaktkameras oft bei 400 ISO Schluss.

Kurz: 

Hoher ISO-Wert = verringerte Bildqualität, Foto ist körniger 

Aber:

Hoher ISO-Wert = weniger Einfallslicht wird benötigt >> Bild ist weniger verschwommen

6. Die Blende – keine verwackelten Bilder mehr

Verwackeltes Foto vermeiden durch Verwendung der Blende

Ein wichtiges Werkzeug für gute Fotos ist die Blende. Diese bestimmt die Größe der Objektiv-öffnung und damit den Lichteinfall. Je größer die Blende, desto weniger Zeit braucht die Kamera, um genügend Licht einzufangen. Das Resultat: Fotos verwackeln nicht so stark. Noch wichtiger ist der Effekt der Schärfentiefe. Eine größere Blende führt dazu, dass der scharf dargestellte Bereich kleiner wird.

Kurz:

Größere Blende = Fotos verwackeln nicht so stark + scharf dargestellter Bereich ist kleiner

Möchten Sie zum Beispiel jemanden porträtieren, wählen Sie eine große Blende und der Hintergrund wird automatisch unscharf. Im automatischen Modus einer Kamera können Sie die Blende nicht selbst einstellen. Gehen Sie deshalb in den A- oder den M-Modus, den Sie meist über ein Drehrad erreichen. Viele Kameras bieten, genauso wie Handys, mittlerweile auch einen Porträtmodus an, der die größte sinnvolle Blende selbst auswählt. Zu beachten hierbei: Die Blende wird als Bruch angegeben. Eine Blende von 1/2,8 ist größer als 1/11.

7. Nie mehr rote Augen

Immer noch ein leidiges Thema sind Porträtfotos mit roten Augen. Sie stechen ins Auge und schmälern die Qualität des Fotos, erwecken sie doch einen amateurhaften Eindruck. Natürlich können diese einfach am PC retuschiert werden – so etwa mit der Gratis-Software IrfanView. Wir halten es aber dennoch für besser, rote Augen auf dem Originalbild von Anfang an zu vermeiden. Diese treten auf, wenn das Licht des Blitzes an der Netzhaut des Auges reflektiert wird. Das passiert aber nur, wenn die Pupille geweitet ist. Deshalb haben Kameras einen Blitzmodus, der zuerst vorblitzt, um die Pupillen zu verengen, und anschließend erst das Foto schießt.

Fazit

So. Hier haben sie ein paar Werkzeuge für ihren Foto-Baukasten. Natürlich gehört zur Theorie auch die Praxis, da macht auch das Themenfeld Fotografie keine Ausnahme. Jedes Mal, wenn sie im Begriff sind ein Bild zu machen und auf ihre Kamera- oder Smartphone-Display schauen, können sie unsere Regeln nach und nach im Hinterkopf verinnerlichen. 

Sollten sie für ihre Produkte nicht nur auf eigens fotografierte Motive zurückgreifen, sondern sich auch der unzähligen Bilderdatenbanken aus dem Internet bedienen können wir ihnen unseren Blog über Bildrechte empfehlen. 

Ansonsten bleibt uns nur ihnen gutes Gelingen und gelungene Druckprodukte mit professionellen Fotos zu wünschen. 

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