Wofür stehen CMYK und RGB? Wo liegen die Unterschiede?

CMYK und RGB. So ziemlich jedem, der schon einmal zuhause vor dem Kopierer stand, um z. B. die Druckerpatronen auszutauschen, werden diese beiden Abkürzungen schon mal über den Weg gelaufen sein. Aber wofür steht CMYK und RGB überhaupt? Warum gibt es unterschiedliche Farbräume und warum sehen die Farben auf dem Druckerzeugnis anders aus, als auf dem Bildschirm? Fragen, die sie sich nach unserem Beitrag beantworten können.

CMYK – der Farbraum für Druckerzeugnisse

CMYK steht für die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz. Das K für Schwarz bezieht sich auf die Key-Plate, die schwarz druckende Druckplatte.

In der Druckbranche ist der CMYK Druck sehr verbreitet. Besonders in Europa. Hier wird auch oft vom „Druck nach Euroskala“ gesprochen, was vor allem in den USA für den europäischen Offset-Druck steht. 

Tintenstrahldrucker und Farblaserdrucker arbeiten in der Regel mit dem CMYK-Farbsystem

Seit den letzten Jahren sind vermehrt Fotodrucker mit zusätzlichen Farben am Markt erhältlich. Dabei handelt es sich um Abstufungen von Cyan und Magenta oder zusätzlichen Farben.

RGB – der Farbraum für digitale Medien

Die Abkürzung RGB steht für Rot, Grün und Blau. Es handelt sich hierbei um ein Farbmodell, mit dem bestimmte Farbwerte angegeben werden. Mit den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich so ziemlich alle Farben darstellen. Diese werden dazu in einem bestimmten Verhältnis gemischt. So sind rund 16 Millionen verschiedene Farben möglich.

Der RGB-Farbraum wird unter anderem bei Monitoren, Smartphones und Fernsehern verwendet. Auf dem Display liegen hier jeweils blaue, rote und grüne Lichtpunkte dicht nebeneinander.

CMYK und RGB - Farbraum im Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen RGB und CMYK?

Wird beispielsweise ein digitales Farbbild gedruckt, so muss das Bild von RGB in CMYK umgewandelt werden. Da nicht alle Farben des RGB-Farbraums in CMYK vorhanden sind, werden die nicht vorhandenen Farben in die nächstgelegene  CMYK-Farbe konvertiert. 

Hierbei liegt die größte Varianz, da der RGB-Farbraum eine wesentlich größere Zahl an Farben abbilden kann, als der CMYK-Farbraum. Sind die Druckdaten nicht in CMYK angelegt, sind sogenannte Farbabweichungen die Folge. Daraus resultieren die zu Beginn erwähnten Farbunterschiede zwischen einem Printprodukt und der Darstellung am Bildschirm. 

Vermeiden lässt sich das ganz einfach, indem sie ihre Druckdaten generell in CMYK anlegen.

CMYK Gesamtauftrag – interesting to know

Beim Drucken im CMYK Farbraum gibt es den sogenannten Grenzwert. Dieser darf, wie der Name schon vermuten lässt, nicht überschritten werden. Relevant dabei ist die Summe der einzelnen Farben. Ein Beispiel:

Der Gesamtauftrag sagt im Detail, dass die Summe aller vier Prozessfarben (Cyan, Magenta, Yellow, Key), für z. B. gestrichenes Papier, an keiner Stelle auf dem Druckbogen mehr als 300 % betragen darf. Ein Farbwert wie 80C/90M/90Y/70K, wäre somit unzulässig, da durch die Summe der Werte sich ein Gesamtauftrag von 330 % ergibt.

Warum gibt es den Grenzwert?

Der Wert ist vom bedrucktem Papier abhängig. Er sagt nämlich aus wieviel Farbe ein Papier aufnehmen kann. Während bei vielen hochwertigen Papieren ein Gesamtfarbauftrag von 350 % möglich ist, hat der  Zeitungsdruck bei ca. 240 % seine Grenze bereits erreicht. 

Das Beste ist, wenn sie sich vor dem Druck bei ihrer Druckerei über den entsprechenden Grenzwert erkundigen.

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