Print on Demand, Dropshipping oder doch Print Fulfillment?

Hast Du Dich gerade gefragt, wo der Unterschied zwischen den verschiedenen Serviceleistungen liegt? Oder was die Fachwörter überhaupt genau bedeuten? Ja?! Dann bist Du nicht allein! Die Masse an verschiedenen Geschäftsmodellen im Bereich Druck hat sich in den letzten Jahren immens geändert. Viele E-Commerceunternehmen sind an dieser Stelle überfragt, welche Dienstleistung sie wirklich benötigen und wie sich die einzelnen Serviceleistungen der Dienstleister unterscheiden. Damit Du die richtige Wahl für Dein Unternehmen triffst, solltest Du unseren Blogbeitrag lesen, da wir Dir nun die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren erklären.

Print Fulfillment

Beim Print Fulfillment werden neben Bestellmanagement, Digitaldruck und Veredelung auch leidige, nachgelagerte Tätigkeiten wie Verpackung, Kommissionierung und Versand übernommen.

Was bedeutet Print Fulfillment und welche Leistungen übernimmt ein solcher Partner für mich?
Print Fulfillment steht für die komplette Übernahme der Abwicklung durch einen Dienstleister. Von der Bestellbestätigung über die Lagerhaltung (z. B. Druckfarbe), Druck und Veredelung bis hin zur Kommissionierung, Verpackung und dem Versand werden Dir alle Schritte abgenommen.

Welche Vorteile bringt mir eine Print Fulfillment-Partnerschaft?

VorteileNachteile
Hohe Zeitersparnis: Zahlreiche, zeitaufwändige Arbeitsschritte werden an einen qualifizierten Partner ausgelagert und Du kannst Dich auf Unternehmensbereiche wie das Marketing und die Kundenbetreuung konzentrieren.Für Start-ups weniger geeignet: Wenn Du als kleines Unternehmen bisher nur eine sehr geringe Anzahl an Bestellungen generierst, solltest Du im Vorfeld überprüfen, ob eine solche Partnerschaft für Dich überhaupt rentabel ist.
Große Platzersparnis: Produkte (z. B. Kalender) und Rohmaterialien (z. B. Papier) müssen von Dir nicht eingelagert werden, sondern von Deinem Print Fulfillmentpartner.Anbindungskosten: Oft fallen für die Anbindung Deines Unternehmens in den Worflow Kosten an. Diese sind am Anfang oft nicht für jedes Unternehmen tragbar.
Niedrige Versandkosten: Durch die immens hohe Anzahl an Bestellungen des Fulfillmentpartners haben diese besondere Konditionen bei den Carriern und geben diese in der Regel an ihre Kunden weiter. Somit profitierst Du von günstigeren Versandkosten, als Einzelpersonen.Geringe Kontrolle: Da Du weder den Bestand aufbewahrst, noch die Produkte selber produzierst bzw. verpackst und versendest, verlierst du an Kontrolle sowie Überblick. Damit der ganze Prozesse dennoch funktioniert, ist die Voraussetzung, dass Du Dich zu 100% auf Deinen Partner verlassen kannst und Du ihm vertraust.
Mittel- und langfristige Kostenersparnis: Durch den Verzicht auf eine eigene Produktion und Lagerhaltung kannst Du Dir diverse Kosten einsparen.
Fokus auf Deine Kernkompetenzen: Viele Print Fulfillmentpartner übernehmen für Dich sogar das Retourenmanagement. Somit kannst Du Dich voll und ganz auf Dein Marketing und den Vertrieb konzentrieren.

Wer benötigt einen Print Fulfillment-Partner?
Wenn Dein Unternehmens bereits eine etablierte Präsenz sowie einen konstanten Auftragseingang verzeichnet, solltest Du Dir überlegen, ob nicht auch für Dich ein Print Fulfillment-Partnerschaft sinnvoll ist. Somit sparst kostbare Zeit- und Personalkosten und kannst Dich anderen Themenbereichen im Unternehmen widmen.

Print on Demand

Was ist Print on Demand und wie läuft dieses Geschäftsmodell ab?
Bei Print on Demand (PoD) werden Deine Printprodukte erst nach Bestelleingang und in der gewünschten Menge des Kunden gedruckt. Somit musst Du keine großen Lagerbestände beschaffen, da jede Bestellung erst auf Abruf gedruckt wird.

Welche Vorteile bringt mir Print on Demand?

VorteileNachteile
Geringe Mindestbestellmenge: Bei PoD wird das Produkt erst gedruckt, wenn es bestellt wurde. Somit hast Du kein finanzielles Risiko, da Du Dir keinen großen Vorrat Deiner Produkte beschaffen musst, die dann aber nicht verkauft werden.Keine Kontrolle über das Auftragsmanagement und die Produktqualität: Wie auch beim Dropshipping siehst du das Endprodukt, das an Deinen Kunden ausgeliefert wird, vor dem Versand nicht. Somit musst Du Dich auf Deinen PoD-Partner verlassen können und solltest vor der Einführung neuer Produkte, diese auch vorab testen.
Kein eigener Maschinenpark notwendig: Dein PoD-Partner ist für die drucktechnische Komponente zuständig, somit musst Du keine eigenen Druck- und Veredelungsmaschinen kaufen.Abhängigkeit vom PoD-Partner: Damit all Deine Produkte verfügbar sind, bist Du auf Deinen Partner angewiesen. Dieser widerrum ist von verschiedenen Lieferanten (z. B. für das Papier) abhängig. Somit kann es auch hier zu Lieferverzögerungen kommen.
Individuelle Designexperimente: Durch den Druck auf Abruf kannst Du jederzeit neue Designs auszuprobieren und kannst diese problemlos bei nicht Gefallen Deiner Kunden wieder aus Deinem Webshop entfernen sowie austauschen.Retouren- und Reklamationsmanagement: Die Abwicklung von Retouren und Reklamationen auf Seiten des PoD-Partners erfordert einen größeren Koordinationsaufwand zwischen den Vertragspartnern.
Anpassungsfähigkeit: Durch PoD kannst Du Deinen Kunden die Möglichkeit bieten, dass sie sich ihr individuelles Printprodukt, beispielsweise mit ihrem eigenen Namen, erstellen.Längere Auftragsabwicklung: Die Produkte werden erst auf Abruf gedruckt, daher dauert die Auftragsabwicklung länger, als wenn Du Produkte bereits auf Lager hättest.
Einsatz neuer Produkte: Durch die Flexibilität von Print on Demand kannst du beispielsweise neben Büchern, Deinen Kunden auch Kalender anbieten. Das Hinzufügen der Produkte erfordert nur wenige Klicks in Deinem Shop und Du kannst Dein Produktportfolio problemlos vergrößern und gehst dabei kein Risiko ein.
Fester Ansprechpartner: Bei vielen PoD-Partner steht Dir jederzeit eine fachliche Betreuung für die unterschiedlichen Fachbereiche zur Verfügung.

Für wen ist Print on Demand geeignet?
PoD ist für Einsteiger geeignet, die ihr Business skalieren möchten und neue Produkte ausprobieren wollen. Hier hast Du die Freiheit neue Experimente zu wagen und kannst Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Trotzdem solltest Du die längere Auftragsabwicklung beachten.

Dropshipping

Was ist nochmal Dropshipping?
Dies ist ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen keine Lagerbestände von ihren Produkten führt, sondern diese werden an einen Drittdienstleister ausgelagert, der die Produkte direkt an den Endkunden des Unternehmens versendet.

Wie ist die Vorgehensweise beim Dropshipping?
Angenommen, Du betreibst einen eigenen Onlineshop und einer Deiner Kunden generiert eine Bestellung, dann wird diese Bestellung an Deinen Dropshippingpartner übermittelt. Dieser entnimmt dann die Ware aus dem Lager und versendet in Deinem Unternehmensnamen an den Endkunden die Produkte.

Welche Vor- und Nachteile bringt diese Serviceleistung mit sich?

VorteileNachteile
Sehr geringe Investitionen vorab: Wenn Du Dein Business starten möchtest, hast Du ein sehr geringes Risiko, da Du nur für Produkte bezahlst, die der Kunde bestellt hat. Somit musst Du in keinen Lagerbestand investieren und hast kein Problem, wenn sich das Produkt nicht verkauft.Keine Kontrollmöglichkeiten: Die komplette Auftragsabwicklkung Deiner Produkte wird vom Dropshipping-Dienstleister übernommen, in dessen Workflow Du keinen Einblick hast.

Schnelle Reaktion auf Produktrends: Du kannst jederzeit und sehr flexibel neue Produkte in Deinem Shop auf Beliebtheit testen und es besteht die Möglichkeit, Deine Produktpalette sehr zügig zu skalieren.Geringere Gewinnspanne: Das verkaufte Produkt an Deinen Kunden, hast Du lediglich bei Deinem Dropshipping-Partner eingekauft. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Preis von Deinem Partner, ist der Gewinn.
Große Angebotsauswahl: Die große Anzahl an Dropshipping-Anbietern ermöglicht Dir, eine große Auswahl von verschiedenen Produkten, die Du Deinen Kunden anbieten kannst.Größerer Wettbewerb: Deine Konkurrenz kann, genauso wie Du, Produkte über einen Dropshippingpartner beziehen und verkaufen. Somit musst Du für Dein Produkt einen USP (Alleinstellungsmerkmal) finden, um dich vom Wettbewerb abzuheben.
Zeit- und Kostensersparnis: Du kannst Dich auf Dein Business konzentrieren, während die obligatorischen Aufgaben wie Verpackung, Versand, Dialog mit Lieferanten sowie Vorratsmanagement Dein Dropshippingpartner für Dich übernimmt.Oft kein persönlicher Ansprechpartner: Als kleines Unternehmen bist Du bei großen Drophshipping-Anbietern einer von vielen und bekommst erst einen persönlichen Support, wenn Du ein großes Volumen abnimmst.
Sehr niedrige Portokosten: Viele Dropshipping-Anbieter (z. B. Amazon) erhalten sehr gute Konditionen bei der Post und den Paketzustellern und geben diese an ihre Partner weiter.
Steigerung Deines Brandings: Durch einen White-Label-Versand erscheint Dein Name / Logo auf der Verpackung, die Dein Endkunde erhält. Somit hat der Kunde den Eindruck, als würde die Bestellung direkt von Dir kommen.

Für wen ist Dropshipping sinnvoll?
Dieses Geschäftsmodell ist ideal für Start-ups, da es nicht viel Kapital erfordert und Du Dir die Kosten für die eigenen Lagerhaltung sparst. Du hast somit die Möglichkeit zu experimentieren und kannst testen, welche Produkte von Deinen Kunden nachgefragt werden. Bedenke jedoch, dass die Gewinnmarge eher gering ist und Du keine Kontrolle über Dein Auftragsmanagement sowie die Produktqualität hast.

It’s your turn!
Nun weist Du, was hinter den verschiedenen Serviceleistungen steckt – und nun? Überlege Dir doch mal, ob nicht auch für Deine Geschäftsidee eine Übernahme von verschiedenen Prozessschritten sinnvoll ist. Wenn Du ein klares Ziel vor Augen hast und Dein Business skalieren möchtest, dann freuen wir von Dir zu hören! Wir beraten Dich gerne und beantworten Dir alle deine Fragen rund um das Thema Print Fulfillment, Print on Demand, Dropshipping, White Labeling oder auch Mass Customization.

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