Qualität im Digitaldruck – Worauf kommt es wirklich an?

Die Qualitätsunterschiede zwischen Online-Druckereien sind – durchaus überraschend – immer noch groß. Das liegt zum Beispiel an den Druckverfahren (z.B. Digitaldruck vs. Offsetdruck) und den Druckmaschinen (z.B. HP Indigo 10000 oder alte Maschinen), die zum Einsatz kommen.

Aber auch die zur Automatisierung aller Vorgänge verwendete Software (z.B. OneFlow Systems) spielt eine wichtige Rolle. Sehr entscheidend sind in der Praxis die Auswahl des passenden Papiers, des korrekten Formats für die Druckdaten (z.B. valides PDF), des richtigen Farbraums (z.B. CMYK) und natürlich die Fehlerfreiheit der Druckvorlage.


Deswegen geben wir Ihnen diese Woche 5 Fakten und 3 Tipps für bessere Druckqualität. Damit wichtige Geschäftsdrucksachen wie Visitenkarten, Flyer, Broschüren oder Kalender jedes Mal wie geplant gelingen und Kunden nachhaltig beeindrucken. Außerdem geben wir Einblicke, auf welchen Druckmaschinen bekannte Online-Druckereien den Digitaldruck umsetzen. Zusätzlich beleuchten wir die technischen Eigenschaften und Besonderheiten von wichtigen Verfahren im Digitaldruck.

1. Die alten Rivalen Digitaldruck und Offsetdruck …

Klar, auch heute wird noch viel im Offset gedruckt. Dies liegt aber nicht mehr an der vormals überlegenen Druckqualität von Offset-Verfahren, sondern einfach daran, dass sich bestimmte Projekte (z. B. sehr hohe Auflagen von identischen Produkten) immer noch kostengünstiger im Offsetdruck realisieren lassen.

Der Siegeszug des Digitaldrucks ist allerdings nicht mehr aufzuhalten. Dafür sorgen einerseits die zahlreichen Vorteile, die Digitaldruck in der Praxis schon heute mit sich bringt. Sehr entscheidend sind aber auch die fortlaufenden Innovationen bei Qualität und Wirtschaftlichkeit (z.B. Tinte und andere Verbrauchsmaterialien, Strom). Je wirtschaftlicher der Druck wird, desto höhere Auflagen sind nämlich künftig im Digitaldruck sinnvoll möglich. Empfehlenswerte Online-Druckereien mit modernen Druckmaschinen werden also bald auch in diesem Bereich Boden gegenüber den Rivalen aus dem Offsetdruck gutmachen.  

Fakt 1: Je kleiner die Auflage und je individueller, desto besser funktioniert Digitaldruck. Je höher und einheitlicher die Auflage, desto eher rechnet sich noch Offsetdruck.

2. Nur Digitaldruck erlaubt Personalisierung ab Auflage 1

Eindeutig im Vorteil ist Digitaldruck beispielsweise bei kleinen Auflagen  von unter 1.000 Stück – sowohl in Bezug auf die Kosten als auch auf die Geschwindigkeit. Bereits heute konkurrenzlos ist qualitativer Digitaldruck bei Kunden mit individuell gedruckten Produkten (z. B. personalisiertes Buch) und anderen Einzelstücken (z. B. Visitenkarten mit jeweils einzigartigen Vorderseiten). Bei solchen Projekten rechnet sich Digitaldruck schon ab Auflage 1. Abgerundet wird das positive Bild des modernen Digitaldrucks durch gute Werte bei der Umweltfreundlichkeit (z. B. bei Print-on-Demand) und eine selbst für „alte Hasen“ immer wieder mal überraschende Druckqualität: deckend, brillant, kontrastreich.


Im Digitaldruck sind die Druckdaten (z.B. PDF) veränderlich, ganz im Gegensatz zum Offsetdruck (z.B. Ausbelichtung notwendig). Deshalb können die Daten – vor, während und nach dem digitalen Druck – immer wieder editiert und manipuliert werden. Deswegen dominiert digitaler Druck zum Beispiel Bereiche wie das Direktmarketing, den Markt für personalisierte Drucke und individuell bedruckte Produkte. Es lohnt sich also fast immer zu prüfen, ob Digitaldruck das passende Verfahren für das anstehende Projekt (z.B. Werbekampagne, Produktlinie) ist.

Fakt 2: Für personalisierte, individuelle und druckveredelte Produkte, Werbematerialien und andere ähnlich gelagerte Anforderungen ist Digitaldruck heute die optimale Lösung.

3. Deckende Fotos und brillante Farben: moderne Druckmaschinen schaffen es

Digitale Bilder können großartig sein, sie sind aber eben digital und nicht anfassbar. Auch heute noch muss sich die Druckbranche deswegen den größten Herausforderungen stellen: Fotos und Farben! Lange galten dabei der klassische Offsetdruck und dessen Sicherheit bei der Farbwiedergabe als Benchmark für die Druckqualität. Mittlerweile, vor allem bei kleinen Auflagen, kommt immer häufiger Digitaldruck zum Zuge. Denn dank moderner Druckmaschinen gelingen auch im digitalen Workflow immer öfter brillante Farben und perfekt deckende Fotodrucke. Dazu lässt sich im Digitaldruck die Farbwiedergabe schnell prüfen und sie kann auch im laufenden Prozess noch optimiert werden.

Der Druckerhersteller HP bietet mit großen Druckmaschinen (z.B. HP Indigo Produktreihe), fortlaufenden Innovationen (z.B. Farben) und cleveren Anbindungsmöglichkeiten für Software (z.B. Steuerung, Automatisierung) hohe Druckqualität und einen effizienten Workflow. So ermöglicht HP auch privaten Nutzern hohe Digitaldruckqualität in kleinen Auflagen – ohne dass Sie die entsprechend teuren Druckmaschinen im sechs- oder siebenstelligen Euro-Bereich selbst anschaffen müssen.

Fakt 3: Wenn eine Online-Druckerei mit modernster Digitaldruck-Technik druckt, müssen Sie sich um die sichere Farbwiedergabe, die Brillanz der Farben und die Deckkraft von Fotodrucken keine Sorgen machen.

4. Schriften, Schwarz, Negativschrift und andere Feinheiten

Kleine Schriftgrößen (z.B. auf Visitenkarten) und Negativschrift (z.B. weiß auf schwarzem Hintergrund) waren lange Zeit eine ausgewiesene Stärke des Offsetdrucks. Digitaldruck konnte in diesen Bereichen einfach nicht mithalten – dies ist heute nicht mehr so, denn die Auflösungen modernster Digitaldruckmaschinen entsprechen heute den Auflösungen der Offset-Druckplatten (z.B. 2.400 dpi).


Eine noch kritischerer Prüfstein für die Druckqualität sind übrigens sehr kleine Schriftgrößen, die in Farbe oder gar in Grau digital gedruckt werden sollen. Veraltete Digitaldruckmaschinen hatten da keine Chance. Ganz anders sieht es bei modernen Druckmaschinen (z.B. von HP) aus: im Druck franst nichts aus, die Schrift erscheint nicht zu fett und bei Negativschriften gibt es kein Verlaufen, das die Lesbarkeit erschwert. Auch bei einem bekannten Offset-„Problemfall“ – dem Druck von wirklich sattem Schwarz – weiß Digitaldruck mittlerweile Rat. Durch schnell trocknende Farben, die dazu sehr dünn aufgetragen werden, wird verhindert, dass die Pigmente zu tief ins Papier (z.B. Naturpapier mit rauer Oberfläche) eindringen. Schwarz ist auf digitalen Druckmaschinen der neuesten Generation also tatsächlich Schwarz – und kein matschiges Dunkelgrau!

Fakt 4: Hohe DPI = sehr gute Druckqualität. Grundvoraussetzung sind modernste Digitaldruckmaschinen mit hoher Auflösung in DPI (dots per inch / Punkte pro Quadratzoll) und natürlich eine Druckdatei mit entsprechend hoher Auflösung.

5. Automatisierungs-Software: durchdachte Lösungen sparen Zeit und Geld

Qualität im Digitaldruck hängt längst nicht mehr nur von der Hardware, also den Druckmaschinen, ab. Immer wichtiger wird die Automatisierung der Prozesse im Digitaldruck, denn durchdachte Lösungen in diesem Bereich sparen sowohl den Kunden als auch der Druckerei selbst Zeit und Geld. Je stärker eine Online-Druckerei nämlich ihre internen Prozesse automatisiert, desto günstiger, effizienter und schneller kann sie externe Druckaufträge abwickeln.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei Schätzl print emotion nutzen wir zur Automatisierung unserer Kundenprojekte bereits seit einiger Zeit erfolgreich eine Kombination aus High-End-Digitaldruckmaschinen von HP und Automatisierungssoftware von OneFlow Systems. Dadurch verbinden wir effiziente, schnelle Abwicklung von Druckprojekten mit hoher HP-Druckqualität.

Weltweit gibt es übrigens bereits einige Hundert Druckdienstleister, die mithilfe von OneFlow automatisieren. Spannenderweise gibt es in Deutschland aber bislang nur zwei Nutzer dieser schlagkräftigen Kombilösung. Die positiven Effekte dieses Vorsprungs bei Druckqualität und Drucktechnik geben wir natürlich sehr gerne an unsere Kunden (z. B. Agenturen, Verlage, Firmenkunden) weiter.

Fakt 5: Je stärker eine Online-Druckerei ihre Prozesse automatisiert, desto günstiger, effizienter und schneller kann sie Druckaufträge abwickeln.

Tipps für eine bessere Druckqualität

1. Qualität der Druckmaschinen: die besten Online-Druckereien investieren viel

Das Druckverfahren an sich – klassischer Offsetdruck oder moderner Digitaldruck – sagt noch nicht zwingend viel über die letztliche Druckqualität aus. Entscheidend ist vielmehr, wie modern und hochwertig die Druckmaschinen sind, die zum Einsatz kommen. Und wie häufig der Maschinenpark aktualisiert und verbessert wird. Dies gilt besonders für die auf Digitaldruck spezialisierten Anbieter, denn rund um den Digitaldruck gibt es kontinuierliche Innovationen – während das Verbesserungspotential im Offsetdruck im Wesentlichen ausgereizt ist.

Nachfolgend ein kleiner Marktüberblick zum Thema Digitaldruck und Offsetdruck bei bekannten Online-Druckereien.


Schätzl print emotionWIRmachenDRUCKONLINEDRUCK.BIZFlyeralarm
DigitaldruckJaNeinJaNein
OffsetdruckNeinJaNeinJa
Primäre DruckmaschineHP IndigoSpeedmaster XL 106Kodak-Nexpress und Xerox iGen4Speedmaster XL 106
VeredelungScodixKeine InfosKeine InfosKeine Infos
BuchstraßeMüller MartiniKeine InfosOCE 6250Keine Infos

Tipp 1: Bei Online-Druckereien lohnt es sich stets einen Blick auf den Maschinenpark (z. B. für Druck, Veredelung und Buchproduktion) zu werfen. Falls diesbezügliche Infos auf der Druckerei-Webseite fehlen, ist zumindest Vorsicht geboten.

2. Dscoop-Events von HP: Druckqualität ist stets ein wichtiges Thema

Um in Sachen Digitaldruck auf dem Laufenden zu bleiben, legen wir Ihnen Branchen-Events wie Dscoop ans Herz. Dort werden neue Druckmaschinen und innovative Druckverfahren frühzeitig, gelegentlich sogar exklusiv, präsentiert. Dscoop edge™ ist eine vom US-Druckhersteller HP initiierte Veranstaltungsreihe von der Druckindustrie für die Druckindustrie. Deswegen sind wir selbst auch regelmäßig vor Ort, nehmen an Panels teil und vernetzen uns mit interessanten Gesprächspartnern. Die Dscoop-Events finden an wechselnden Locations statt. Es geht um entscheidende Branchen-Themen wie „Automatisierung“ und „Kosteneinsparung“, aber natürlich auch um Druckqualität. Die jüngste Dscoop-Ausgabe fand übrigens im spektakulär gelegenen Konferenzzentrum von PortAventura statt, rund 1 ½  Stunden südlich von Barcelona. Unseren Recap zur dreitägigen Fachmesse gibt es hier.

Tipp 2: Branchen-Events wie Dscoop von HP sind stets einen Besuch wert, denn dort erfährt man viel über Druckqualität und wie diese in der Praxis verbessert werden kann.

3. Korrekte Dateiformate: vermeidbare Fehler zielsicher ausschließen

Unabhängig von Software und Hardware kann man noch mehr tun, um die Druckqualität messbar zu verbessern. Kleine Details haben dabei spannenderweise die größten Auswirkungen. Es geht zum Beispiel um folgende Fragen:

  • Ist das Dateiformat korrekt (z.B. valides PDF)?
  • Wurde der richtige Farbraum gewählt? 
  • Entspricht die Datei den Spezifikationen der Online-Druckerei? 
  • Wurden die Besonderheiten von Veredelungsverfahren berücksichtigt?

Tipp 3: Nicht auf Verdacht drucken! Im Zweifelsfall ist es am besten, sich frühzeitig von den Fachleuten einer Online-Druckerei beraten zu lassen.

Zusammenfassung für eilige Leser, tl;dr / too long, didn’t read

Die 5 Fakten für eine bessere Druckqualität:

  • Je kleiner die Auflage, desto besser funktioniert Digitaldruck. Je höher die Auflage, desto eher rechnet sich Offsetdruck.
  • Für personalisierte, individuelle und druckveredelte Produkte, Werbematerialien und andere ähnlich gelagerte Anforderungen ist Digitaldruck heute die optimale Lösung.
  • Wenn eine Online-Druckerei mit modernster Digitaldruck-Technik druckt, muss man sich um die sichere Farbwiedergabe, die Brillanz der Farben und die Deckkraft von Fotodrucken keine Sorgen machen.
  • Hohe DPI = hohe Druckqualität. Grundvoraussetzung sind modernste Digitaldruckmaschinen mit hoher Auflösung in DPI (dots per inch / Punkte pro Quadratzoll) und natürlich eine Druckdatei mit entsprechend hoher Auflösung.
  • Je stärker eine Online-Druckerei ihre Prozesse automatisiert, desto günstiger, effizienter und schneller kann sie Druckaufträge abwickeln.

3 Tipps für eine bessere Druckqualität

Tipp 1: Bei Online-Druckereien lohnt es sich stets einen Blick auf den Maschinenpark (z.B. für Druck, Veredelung und Buchproduktion) zu werfen. Falls diesbezügliche Infos auf der Druckerei-Webseite fehlen, ist zumindest Vorsicht geboten.

Tipp 2: Branchen-Events wie Dscoop von HP sind stets einen Besuch wert, denn dort erfährt man viel über Druckqualität und wie diese in der Praxis verbessert werden kann.


Tipp 3: Nicht auf Verdacht drucken! Im Zweifelsfall ist es am besten, sich frühzeitig von den Fachleuten einer Online-Druckerei beraten zu lassen.

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